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Die Wohnraum-Solarenergie verändert sich. Es geht nicht mehr nur darum, ein paar Paneele auf einem Dach oder einem Balkon zu installieren, um eine kleine Anzahl an Rechnungen zu sparen. Das eigentliche Thema heute ist, was mit der produzierten Energie zu tun ist, wann man sie speichern, wiederverwenden und wie man die großen Geräte im Haus versorgen und vermeiden kann, immer weniger wertvolle Energie ins Netz zurückzuspeisen.
Genau das ist die Botschaft von Zendure, die während ihrer Veranstaltung in Lille präsentiert wurde, bei der es um die neue Produktreihe SolarFlow Mix, den PowerHub, die zukünftige EVFlow AC-Ladestation und eine Plattform für Installateure ging. Eine Ankündigung, die einen interessanten Schritt für die Marke darstellt, die bereits für ihre Balkon-Solarspeicher bekannt ist, nun aber viel umfassender zielt: das komplette Energiemanagement des Haushalts.
Hier sprechen wir nicht mehr nur von einem kleinen Plug-and-Play-Kit, das in einer Ecke des Gartens steht. Zendure will nun mehrere Szenarien abdecken: die Wohnung, das bereits mit Solarpanelen ausgestattete Haus, den stark elektrifizierten Haushalt, das Haus mit Elektrofahrzeug und sogar kleinere tertiäre Installationen. Kurz gesagt: Solarenergie tritt in eine viel intelligentere Logik ein. Und seien wir ehrlich, das ist faszinierend!
Warum Solar-Speicherung unverzichtbar wird
Der französische Kontext drängt eindeutig in diese Richtung. Lange Zeit beruhte die Wohnraum-Photovoltaik auf einer relativ einfachen Logik: produzieren, was sofort verbraucht werden kann, und dann den Überschuss verkaufen. Das Problem ist, dass diese Gleichung zunehmend ungünstiger wird.
Bei der Präsentation in Lille erinnerte Zendure an einen sehr konkreten Punkt: die Einspeisevergütung für den Überschuss ist stark gesunken. Wo es vor einiger Zeit noch möglich war, seinen Strom für etwa 12 Cent pro kWh zu verkaufen, liegen die neuen angesprochenen Werte nun bei etwa 4 Cent. Bei diesem Preis verlagert sich das wirtschaftliche Interesse eindeutig. Es ist oft besser, seine Energie zu speichern und sie abends zu nutzen, wenn das Haus mehr verbraucht und der aus dem Netz bezogene Strom teurer ist.

Eine weitere Entwicklung ist die schrittweise Elektrifizierung von Wohnräumen. Wärmepumpen, gesteuerte Wassererhitzer, Klimaanlagen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, leistungsstarke Haushaltsgeräte, Werkzeuge in der Werkstatt… unsere Häuser verlangen immer mehr Strom. Eine einfache Solaranlage ohne Steuerung stößt schnell an ihre Grenzen, weil sie vor allem dann produziert, wenn niemand zuhause ist oder die Nachfrage gering ist.

Die Speicherung wird also das fehlende Puzzlestück. Sie ermöglicht es, die Solar-Nutzung über die Zeit zu verschieben. Morgens und nachmittags füllen die Paneele die Batterie auf. Abends zapft das Haus daraus. Und mit einer intelligenten Steuerung kann das System sogar dynamische Tarife, Wetterbedingungen, die Gewohnheiten des Haushalts und Produktionsprognosen berücksichtigen.
Genau diese Logik will Zendure mit SolarFlow Mix ansprechen.

SolarFlow Mix: drei Batterien für drei Haushaltsprofile
Die neue SolarFlow Mix Reihe, bereits letzte Woche erwähnt, basiert auf einer einfachen Idee: eine gemeinsame Speichereinheit anzubieten, jedoch mit verschiedenen Konfigurationen je nach Wohnsituation und vorhandener Solaranlage.
So gibt es drei Modelle: SolarFlow 3000 Mix AC+, SolarFlow 4000 Mix AC+ und SolarFlow 4000 Mix Pro. Alle drei teilen dieselbe Philosophie: eine große Kapazitätsbatterie, intelligente Verwaltung über das Zendure-Ökosystem, bidirektionaler Betrieb in AC und einen viel stärkeren Fokus auf „komplette Haushalte“ als die ersten Generationen von Balkon-Solarbatterien.

Die Grundkapazität beträgt 8 kWh. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Viele Konkurrenzlösungen arbeiten mit kleinen stapelbaren Modulen. Zendure geht hier direkt auf einen signifikanten Block, der einen Großteil des täglichen Bedarfs eines Haushalts abdecken kann. Die Modelle 4000 Mix Pro und 4000 Mix AC+ können dann je nach Märkten und Konfigurationen bis zu 50 kWh erweitert werden, auch wenn Frankreich spezifische Vorgaben über 15 kWh Hausstromspeicherung ohne einen dafür vorgesehenen Raum hinaus hat.
In Bezug auf Lebensdauer gibt Zendure 10.000 Zyklen an, eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren, eine Garantie von 10 Jahren und einen Rücklaufwirkungsgrad von 90 %. Das Gehäuse hat IP65, funktioniert von -20 °C bis 55 °C und hat einen Geräuschpegel von 25 dB. Mit anderen Worten: Diese Batterien sind für den täglichen Gebrauch gedacht, in technischen Innenräumen, Garagen, geeigneten Räumen oder geschützten Umgebungen, ohne dass sie zu einer Flugzeugturbine im Haus werden.
Ein weiteres praktisches Detail, das bei der Präsentation aufgefallen ist: die Modelle 4000 Mix sind auf Rollen montiert. Angesichts des Gewichts des Geräts (ca. 80 kg) ist das kein Gimmick. Eine 8 kWh-Batterie lässt sich nicht so einfach bewegen wie eine Steckdosenleiste. Die Rollen erleichtern die Installation, Positionierung und Anpassungen auf der Baustelle.

SolarFlow 4000 Mix Pro: das umfassendste Modell
Der SolarFlow 4000 Mix Pro ist das ambitionierteste Modell der Reihe. Es richtet sich an Häuser mit hohem Stromverbrauch, an bereits gut ausgestattete Haushalte oder an jene, die eine komplette Solaranlage um eine zentrale Batterie aufbauen wollen.
Seine große Stärke liegt in seinem doppelten Ansatz. Einerseits akzeptiert er bis zu 8 kW Eingangsleistung durch Solarenergie in Gleichstrom über zwei MPPT von jeweils 4 kW. Andererseits hat er auch einen AC PV-IN Eingang von 5 kW, um Energie von einer bestehenden Photovoltaikanlage zu beziehen, zum Beispiel mit Mikrowechselrichtern oder einem bereits vorhandenen zentralen Wechselrichter. Zusammenfassend gibt Zendure also bis zu 13 kW an Solarenergie-Eingang an.
Das ist besonders interessant für zwei Szenarien. In einer neuen Installation kann das SolarFlow 4000 Mix Pro die Solarpanele direkt aufnehmen, ohne die Zwischenprodukte zu diversifizieren. In einer bestehenden Installation kann es die bestehende Installation mit seinem dedizierten AC-Eingang ergänzen. So muss nicht alles neu gemacht werden. Und auf einer Wohnbaustelle ist alles, was unnötige Kabelverlegearbeiten oder das Brechen des Vorhandenen vermeidet, von Vorteil.

Ausgangsseitig liefert das System 4 kW bidirektionale AC-Leistung. Die Standardleistung kann je nach Installationsrahmen auf 800 W begrenzt werden und dann je nach Anschluss erhöht werden, je nach den notwendigen Validierungen. Im Notstrommodus kann die integrierte Backup-Steckdose 3.680 W liefern, mit einem Spitzenwert von bis zu 7,2 kW für 200 ms. So lassen sich bestimmte Geräteanforderungen sogar tolerieren, auch wenn es klar ist, dass man nicht vorhat, das ganze Haus ohne Berücksichtigung von Prioritäten zu versorgen.
Zendure legt auch großen Wert auf die Sicherheit in dieser neuen Generation. Während der Präsentation war die Botschaft klar: Die Mix-Serie wurde von Anfang an mit dem Ziel entwickelt, den europäischen (insbesondere den französischen) Anforderungen zu genügen, mit einer umfassenden Integration von Schutzmaßnahmen auf der Batterie- und Energiemanagementseite. Es handelt sich nicht mehr um einen einfachen „Solarbooster“, sondern um ein System, das zur Installation unter realistischen Bedingungen konzipiert wurde, mit den Sicherheitsanforderungen, die dies mit sich bringt.
Der SolarFlow 4000 Mix Pro ist somit die am besten geeignete Lösung für ein Haus mit Solardach, erheblichem Speicher, hohem Elektrokonsum und dem Willen zur Weiterentwicklung.
SolarFlow 4000 Mix AC+: die Retrofit-Batterie für bestehende Installationen
Der SolarFlow 4000 Mix AC+ übernimmt einen großen Teil der technischen Basis des Pro-Modells, jedoch ohne die MPPT-DC-Eingänge für Solarpanels. Sein Ziel ist anders: zusätzliche Speicherung für eine bereits bestehende Solaranlage.
Das ist typischerweise der Fall für ein mit Photovoltaik-Panels mit Mikrowechselrichtern oder einer Dachanlage ausgestattetes Haus. Der Eigentümer produziert bereits Strom, aber gibt einen Teil ins Netz zurück, da er nicht über eine Batterie verfügt. Der 4000 Mix AC+ wird dann an der AC-Seite angeschlossen, um diese Energie zu speichern und später wieder bereitzustellen.

Er bietet eine Grundkapazität von 8 kWh, eine bidirektionale AC-Leistung von 4 kW, einen AC PV-IN Eingang von 5 kW und die Möglichkeit zur Erweiterung bis zu 50 kWh je nach Konfiguration. Für viele französische Haushalte, die bereits mit Solarenergie ausgestattet sind, ist dies wahrscheinlich das logischste Modell. Es ist nicht erforderlich, die gesamte Installation neu zu planen. Man fügt einfach ein leistungsstarkes Speicherkompliment hinzu, das die Autarkiequote erhöht.
Bei der Präsentation nannte Zendure ein prägnantes Beispiel: Bei einem Haushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh pro Jahr und 5 kW installierten Solar-Panels würde die Hinzufügung der Batterie dazu führen, dass der Autarkiegrad von etwa 56 % auf 74 % steigen würde, bei geschätzten Einsparungen von 71 % in dem präsentierten Szenario. Natürlich hängt jede Installation von der Ausrichtung der Panels, dem Verbrauchsverhalten, dem Stromvertrag und dem Nutzungsverhalten ab. Doch die Richtung ist klar: Speicherung wird der Haupthebel zur weiteren Rentabilisierung von Solarenergie.
SolarFlow 3000 Mix AC+: das kompaktere und zugänglichere Modell
Der SolarFlow 3000 Mix AC+ zielt auf eine einfachere Nutzung ab. Er behält eine fest installierte Batterie von 8 kWh bei, bietet jedoch eine AC-Leistung von bis zu 3 kW. Interessant ist, dass Zendure die Kapazität bei diesem Modell nicht reduziert, sondern nur die Leistung. Somit bleibt eine große Batterie von 8 kWh erhalten, jedoch mit einer auf 3 kW begrenzten Leistung, was einfachere Nutzungen ermöglicht und gleichzeitig eine gute energetische Autonomie gewährleistet. Zendure positioniert es als Lösung, die für Standardwohnungen, bescheidenere Haushalte oder sogar für einige mobile Anwendungen wie Wohnmobile, Baustellen oder zeitweilige Notfälle geeignet ist.
Es ist nicht erweiterbar wie die Modelle 4000 Mix, behält jedoch die großen Grundlagen der Reihe: angegebener Wirkungsgrad von 90 %, 10.000 Zyklen, 10 Jahre Garantie, leiser Betrieb, robustes Format und intelligente Steuerung.
Es ist wahrscheinlich das Modell, das am meisten zu den Benutzern spricht, die nach einer „plug-and-play“ Lösung suchen, ohne sofort auf eine komplette Architektur mit PowerHub, Ladegerät und hoher Solarleistung umzusteigen. Mit einem Preis von 1.999 € auf der Zendure-Website zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wird es auch als Einstieg in diese neue Mix-Generation angesehen.
PowerHub: das energetische Gehirn der Installation
Die echte Neuheit, die in Lille präsentiert wurde, ist zweifellos der PowerHub. Denn eine Batterie, so leistungsfähig sie auch sein mag, bleibt nur ein Baustein. Der PowerHub hingegen koordiniert mehrere Bausteine auf Hausebene.






Zendure präsentiert ihn als das Gehirn der Photovoltaikanlage. Seine Aufgabe ist es, die SolarFlow Mix zu zentralisieren, die Produktion, Speicherung, Backup, das Laden von Elektrofahrzeugen und energieintensive Geräte zu verwalten. Wo eine einzelne Batterie bereits Energie speichern und zurückgeben kann, versucht der PowerHub, alles zu koordinieren.

Dieser logische Wandel ist wichtig: Wir sprechen nicht mehr einfach nur von der Hinzufügung einer Batterie zum Speichern von Energie, sondern von der aktiven Steuerung der Selbstversorgung. Der PowerHub wird zu einem zentralen Element, das die gesamten Energieströme des Hauses orchestrieren kann, mit einer viel näheren Herangehensweise an ein komplettes Energiemanagementsystem als an einem einfachen Zubehör.

Konkrete interconnectiert er bis zu drei SolarFlow 4000 Mix. Ohne PowerHub würden drei Batterien drei separate Anschlüsse erfordern. Mit ihm ist alles in einem einzigen Gehäuse zentralisiert. Die AC-Leistung kann dann mit drei Einheiten von 4 kW bis zu 12 kW steigen. Die Gesamtkapazität kann in den spezifischsten Konfigurationen bis zu 150 kWh erreichen, die eher für sehr spezifische Installationen oder kleine kommerzielle Anwendungen bestimmt sind.

Positive Nachrichten für die Installation: Das Messsystem (Typ Energiemessegerät / CT Clamp) ist direkt im PowerHub integriert. Das vereinfacht die Installation und verhindert, dass zusätzliche Geräte hinzugefügt werden müssen, um die Energieströme des Hauses zu verfolgen.
Der PowerHub integriert auch einen ernsthafteren Backup-Ausgang als die einfache Notstromsteckdose der Batterie. Im Falle eines Stromausfalls erkennt er den Verlust des Netzes und wechselt automatisch in den Backup-Modus mit einer umschaltzeit von 10 ms. Das System kann dann die für das Backup vorgesehenen Schaltkreise über die Batterien und sogar über die Solarpanels versorgen, wenn die Installation auf SolarFlow 4000 Mix Pro basiert, die tagsüber produziert können.

Dieser Punkt ist wichtig: Es wird nicht unbedingt entscheidend sein, das gesamte Haus ohne Einschränkungen zu versorgen. Technisch können einige Stromkreise wiederverwendet werden, aber die verfügbare Leistung erfordert eine Wahl der wesentlichen Anwendungen. Kühlschrank, Gefrierschrank, Internet-Box, Beleuchtung, Hebepumpe, Lüftungsanlage, Tor, einige strategische Steckdosen… das sind typischerweise die Arten von Geräten, die man sichern möchte. Der Ofen, das Kochfeld, der Wassererhitzer und die Ladestation gleichzeitig zu betreiben, wäre eine ganz andere Geschichte.
Backup, Sicherheit und französische Vorschriften
Die Backup-Funktion ist verlockend, aber sie muss richtig verstanden werden. Eine Heim-Batterie ist kein magisches Notstromaggregat. Sie muss sauber integriert werden, mit den richtigen Schutzvorrichtungen, den richtigen Stromkreisen und der passenden Dimensionierung.

Während der Q&A-Session wurden mehrere technische Punkte angesprochen. Im Bereich der Photovoltaik DC ist ein Schutzgehäuse upstream in Wohngebieten nach wie vor erforderlich, insbesondere mit den entsprechenden Schutzvorrichtungen und Blitzschutz, wenn der Kontext dies verlangt. Die Tatsache, dass ein Gerät einige Schutzvorrichtungen integriert, entbindet nicht von der Einhaltung der französischen Installationsvorschriften.
Ein weiterer Punkt wurde klargestellt: Auch wenn das System technisch in der Lage ist, einen großen Teil des Hauses zu versorgen, bleibt das Backup durch die verfügbare Leistung begrenzt. Es muss also über Prioritätsstromkreise (dedizierter Unterverteiler) nachgedacht werden, und nicht als ein System, das das gesamte Haus ohne Einschränkungen versorgen kann.
Ein weiterer diskutierter Punkt ist die Grenze von 15 kWh in Wohngebieten ohne dedizierten Raum für Batterien. Der SolarFlow 4000 Mix hat 8 kWh und Zendure plant Erweiterungen von 7 kWh. Diese Wahl ist nicht zufällig: 8 + 7 = 15 kWh. So bleibt man innerhalb einer Kapazität, die mit den gängigen französischen Anforderungen übereinstimmt. Darüber hinaus kann eine Installation möglich sein, erfordert jedoch eine andere Überlegung, einen geeigneten Raum und einen professionelleren Ansatz.
Zendure kündigt ebenfalls eine ZenGuard-Sicherheitsarchitektur an, mit doppeltem BMS, intelligenter Zellwartung und einem integrierten thermischen Aerosol-Löschsystem. Das BMS überwacht die Lade und Entladevorgänge, die Sicherheitsgrenzen und die Lebensdauer der Batterie. Dies ist unerlässlich bei solchen Kapazitäten.

EVFlow AC: die Ladestation, die auf V2G vorbereitet ist
Zendure hört nicht bei der Batterie auf. Die Marke bereitet auch EVFlow AC vor, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge, die in das PowerHub-Ökosystem integriert werden soll. Das ist ein oft unterschätzter Punkt: das Laden eines Elektrofahrzeugs ist ein „unvermeidlicher“ Verbrauch. Es in das Solarsystem zu integrieren, ermöglicht also eine direkte Wertschöpfung aus einer Produktion, die andernfalls zu einem niedrigen Preis ins Netz eingespeist würde.


Es sind zwei Leistungen vorgesehen: 7,4 kW im Einphasensystem und 22 kW im Dreiphasensystem. Die Idee ist, das Auto mit überschüssiger Solarenergie aufzuladen, wenn sie verfügbar ist, anstatt diese Energie zu einem niedrigen Preis ins Netz einzuspeisen. Für Haushalte mit einem Elektrofahrzeug ist dies wahrscheinlich eines der interessantesten Szenarien. Ein Elektrofahrzeug repräsentiert eine riesige rollende Batterie, auch einen enormen Verbrauch. Wenn das Laden intelligent gesteuert wird, können die Gewinne sehr konkret werden.
Zendure kündigt ebenfalls eine V2G Ready-Kompatibilität an. V2G, für Vehicle-to-Grid, ermöglicht schließlich die Rückspeisung von Energie aus dem Auto in das Haus oder ins Netz. In Frankreich wird sich diese Technologie noch langsam entwickeln, mit Einschränkungen hinsichtlich kompatibler Fahrzeuge (wie die Renault 5 und 4 E-Tech beispielsweise), Operatoren, Verträgen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Aber die Tatsache, dass die Ladestation für diese Entwicklung konzipiert wurde, ist durchaus beruhigend. Eine Ladestation heute zu kaufen, ist oft für viele Jahre. Umso besser, wenn sie nicht veraltet ist, bevor man sie an die Wand montiert hat.

Die Ladestation kann wie eine klassische Ladestation fungieren, aber ihr maximaler Nutzen wird sicherlich mit dem PowerHub erreicht, der sie im Gesamtzusammenhang steuern kann: Solarproduktion, Hausspeichersystem, Hausverbrauch, Stromtarife und Fahrzeugspeicherung.
Eine Plattform, die für Installateure gedacht ist
Zendure hat auch eine Plattform für Installateure vorgestellt. Dieser Punkt mag weniger spektakulär erscheinen als eine 8 kWh Batterie oder eine 22 kW Ladestation, ist jedoch entscheidend, wenn die Marke die Fachleute wirklich ansprechen möchte.

Das Ziel ist es, den Installateuren zu ermöglichen, ihren Kundenpark zu überwachen, Installationen zu prüfen, Alarme, Produktion, Verbrauch, Lade- und Entladezyklen sowie etwaige Probleme mit dem Kundenservice zu überwachen. Für einen Handwerker oder ein Unternehmen, das mehrere Haushalte ausstattet, ist das ein echter Pluspunkt.

Der Markt für Wohnenergie wird technische. Die Kunden fragen nicht mehr nur: „Wie viele Paneele auf meinem Dach?“. Sie wollen wissen, wie viel sie sparen, wie die Batterie funktioniert, ob das Haus auch bei einem Ausfall mit Strom versorgt bleibt, ob das System erweiterbar ist, und ob das Auto mit Solarenergie geladen werden kann. Um diese Fragen zu beantworten, benötigen die Installateure lesbare Überwachungswerkzeuge.
Hier ist Zendure auch dabei, schrittweise von einem sehr „plug-and-play-mäßigen“ Bild hin zu einem hybrideren Ansatz zwischen fortgeschrittener DIY, Solartechniker und Wohnungsenergiemanagement zu wechseln.
HEMS 2.0, ZENKI 2.0 AI und ZEN+OS: die Software-Komponente wird mächtig
Die Hardware ist beeindruckend, aber die wahre Schlacht spielt sich oft auf der Software-Ebene ab. Eine schlecht gesteuerte Batterie kann ihr Potenzial verfehlen. Eine intelligente Batterie hingegen kann zwischen Solarproduktion, Strompreis, Wetter und Haushaltsgewohnheiten balancieren.
Zendure hebt daher HEMS 2.0 hervor, sein System zum Management von Haushaltsenergiesystemen. Es erlaubt, mehrere Installationen von einem einzigen Konto zu steuern, z.B. eine Hauptresidenz, eine Zweitwohnung oder ein Familienhaus. Jede Installation kann mehrere Zendure-Geräte verwalten.
ZENKI 2.0 AI Mode fügt eine Optimierungsschicht hinzu. Das System analysiert die Photovoltaikproduktion, Wetterprognosen, Verbrauchsgewohnheiten und Preissignale, um zu entscheiden, wann die Batterie geladen oder entladen werden soll. Der Vorteil wird noch deutlicher mit dynamischen Preisangeboten, bei denen sich die Strompreise je nach Uhrzeit ändern.
Schließlich dient ZEN+OS als gemeinsame Softwarebasis für die Zendure-Geräte, mit OTA-Updates und einer Koordination zwischen Geräten. Es sind solche Details, die über einen längeren Zeitraum entscheidend sein werden. Eine Wohnbatterie ist kein Gadget, das man alle zwei Jahre ersetzt. Das Software-Management muss zuverlässig sein.
Welche Einsparungen sind zu erwarten?
Zendure präsentiert mehrere Szenarien von Einsparungen. Auf der offiziellen Seite der SolarFlow Mix-Reihe hebt die Marke geschätzte Einsparungen von bis zu 91 % oder mehr je nach Konfiguration und Annahmen hervor. Bei der Präsentation in Lille waren die französischen Beispiele vorsichtiger und basierten auf lokalen Fällen.
Für ein SolarFlow 4000 Mix Pro in Verbindung mit 8 kW Solarpanelen und einem jährlichen Verbrauch von 7.000 kWh spricht Zendure von einer geschätzten Reduzierung der Rechnung um 81 %, wobei der Autarkiegrad von 54 % ohne Batterie auf 74 % mit Batterie steigen würde. Die angegebenen jährlichen Einsparungen bei der Präsentation erreichen 1.101 €, basierend auf einem Strompreis von etwa 0,20 €/kWh.

Für den SolarFlow 4000 Mix AC+, bei einem Verbrauch von 5.000 kWh pro Jahr und 5 kW Solarpanelen, steigt die geschätzte Reduzierung der Rechnung auf 71 %, mit einem Autarkiegrad von ebenfalls etwa 74 % und jährlichen Einsparungen von etwa 738 €.

Diese Zahlen sollten als Szenarien interpretiert werden. In der Realität hängt die Rentabilität von vielen Faktoren ab: Region, Ausrichtung der Panels, installierte Leistung, Verbrauchsprofile, Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Elektrofahrzeugs, Tarifverträge, Spitzen- und Niedertarife, dynamische Tarife, bereits erreichter Autarkiegrad, Installationskosten und mögliche regulatorische Änderungen.
Aber die Tendenz ist klar: Bei sehr niedrigen Einspeisetarifen wird die Speicherung oft sinnvoller als der Verkauf. Der Schlüssel zur Lösung ist die Selbstnutzung.
Verfügbarkeit, Preise und Launch-Angebote
Die Serie SolarFlow Mix ist seit dem 22. April 2026 in Europa, insbesondere in Frankreich, erhältlich. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sind die auf der offiziellen Zendure-Website angegebenen Preise 1.999 € für den SolarFlow 3000 Mix AC+, 2.399 € für den SolarFlow 4000 Mix AC+ und 2.899 € für den SolarFlow 4000 Mix Pro.
Der SolarFlow 4000 Mix Pro erfolgt über eine Verbindung mit einem Installateur, was angesichts seiner Leistung, der photovoltaischen Eingänge und der Anschlussbedingungen logischer erscheint. Der 4000 Mix AC+ und der 3000 Mix AC+ sind stärker auf den Direktverkauf je nach Konfiguration ausgelegt, auch wenn eine professionelle Unterstützung immer empfohlen wird, wenn es um feste Installationen, hohe Leistungen oder Stromverteilungen geht.
Zendure startet auch ein Programm namens European Elite 1,000. Die ersten 1.000 Haushalte, die mindestens zwei Systeme SolarFlow Mix 4000 Pro oder AC+ ausgestattet haben, können von einem kostenlosen PowerHub profitieren. Ein weiteres Angebot, das während der Veranstaltung erwähnt wurde, betrifft Installateure und Händler, mit einer Batterie, die bei 20 gekauften Einheiten kostenlos angeboten wird.

Die EVFlow AC-Ladestation ist für Ende 2026 vorgesehen.
Was ändert diese Ankündigung für Privatpersonen?
Für Privatpersonen ist das Hauptinteresse ziemlich einfach: Zendure möchte die Solar-Speicherung leistungsfähiger, verständlicher und flexibler gestalten.
Der SolarFlow 3000 Mix AC+ könnte für diejenigen geeignet sein, die eine kompakte Lösung mit einer großen 8 kWh Batterie suchen. Der SolarFlow 4000 Mix AC+ zielt auf bereits mit Solarenergie ausgestattete Häuser ab, in denen Speicher hinzugefügt werden soll, ohne die gesamte Installation zu erneuern. Der SolarFlow 4000 Mix Pro richtet sich an ambitioniertere Projekte, in die die Solarpanels direkt angeschlossen werden, die hohe Leistung und Entwicklungskapazität vorsehen.
Der PowerHub hingegen wird interessant, sobald man über eine einzelne Batterie hinaus möchte. Wenn das Haus über mehrere Batterien, eine Ladestation, einen eigenen Backupbedarf oder eine erweiterte Steuerung verfügt, macht er vollkommen Sinn.
Es ist letztendlich ein Ansatz, der sehr nah an der Heimautomatisierung liegt: Ein einzelnes Gerät bietet einen Service, aber die Orchestrierung des gesamten Systems schafft den echten Wert. Eine Batterie, eine Ladestation, Solarpanels und ein intelligenter Zähler können unabhängig voneinander arbeiten. Aber wenn sie kommunizieren, abwägen und koordiniert werden, wird das Haus viel effizienter.
Was ändert diese Ankündigung für Installateure?
Für die Fachleute bewegt sich Zendure auf interessantem Terrain. Der Markt für Wohnphotovoltaik wird reifer, aber auch anspruchsvoller. Die Kunden wollen skalierbare Lösungen, die Speicherung, Elektrofahrzeugladung, Backup und intelligente Steuerung integrieren können.
Die SolarFlow Mix-Reihe ermöglicht es, mehreren Profilen zu entsprechen, ohne bei jedem Projekt bei null zu beginnen. Der PowerHub vereinfacht die Zentralisierung mehrerer Batterien und bereitet sauberere Installationen vor. Die Installateur-Plattform fügt eine notwendige Überwachungsschicht für die Nachverfolgung und den Kundenservice hinzu.
Man muss jedoch die Umsetzung vor Ort genau beobachten: Verkabelung, Schutzmaßnahmen, französische Dokumentation, reale Kompatibilität mit bestehenden Konfigurationen, Verfügbarkeit von Batterieverlängerungen, Verwaltung von Leistungsgrenzen und Qualität der Installateurunterstützung. Diese Details werden den Unterschied zwischen einem schönen technischen Datenblatt und einer tatsächlich von Profis angenommenen Lösung ausmachen.
Diese Veranstaltung in Lille war übrigens nicht nur für Zendure. Die Marke wurde von Enecsol, einem bekannten B2B-Vertriebspartner in den Hauts-de-France, begleitet, der seit über 10 Jahren eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung von Photovoltaiklösungen unter Installateuren spielt.
Ein ehrgeiziges Ökosystem, das sich aber im Feld beweisen muss
Mit SolarFlow Mix, PowerHub und EVFlow AC beschränkt sich Zendure nicht mehr darauf, ein verbessertes Solar-Balkonspeichersystem anzubieten. Die Marke möchte eindeutig ein Akteur im vollständigen Wohnraum-Energiemanagement werden. Solarproduktion, Speicherung, Backup, Elektrofahrzeugladung, Softwaresteuerung, Installateur-Plattform: Alle Bausteine sind vorhanden. Man merkt deutlich, dass Zendure nicht mehr nur Produkte anbietet, sondern ein komplettes System aufbauen möchte, das darauf ausgelegt ist, die Energie des Haushalts insgesamt zu optimieren.
Das Angebot ist verlockend, besonders in einem französischen Markt, in dem Speicherung wirtschaftlich zunehmend sinnvoll wird. Der Rückgang der Einspeisevergütung, der Anstieg des Stromverbrauchs und die schrittweise Einführung dynamischer Tarife machen dieses Art von Ökosystem viel relevanter als vor einigen Jahren.
Vor Ort spürt man auch, dass Zendure sowohl auf fortschrittliche Privatpersonen als auch auf Installateure abzielt, mit einem viel strukturierteren Ansatz als bei den ersten Generationen von Plug-and-Play-Batterien.
Jetzt bleibt abzuwarten, all dies unter realen Bedingungen zu bestätigen. Die angekündigten Zahlen sind vielversprechend, aber jedes Haus ist ein Einzelfall. Eine Solaranlage in der Bretagne, im Sologne oder im Var wird nicht auf die gleiche Weise produzieren. Ein Haushalt mit Elektrofahrzeug, Wärmepumpe und Homeoffice hat nicht das gleiche Verbrauchsprofil wie ein Paar, das den ganzen Tag über abwesend ist. Und die französischen Vorschriften, insbesondere die rund um Schutzmaßnahmen, die eingespeiste Leistung und die Lagerung über 15 kWh, erfordern ein sorgfältiges Vorgehen.

Aber eines steht fest: Zendure hat einen Schritt nach vorne gemacht. Die Marke spricht nicht mehr nur von der Speicherung einiger kWh zur Verbesserung eines Solar-Kits. Sie spricht jetzt von der aktiven Steuerung aller Energie in einem Haus. Und für alle, die sich mit Selbstversorgung, energietechnischer Automatisierung und vernetzten Häusern beschäftigen, ist dies eindeutig eine Entwicklung, die sehr genau verfolgt werden sollte.




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