Infinit’O, die “Haushaltsbatterie” für Wasser: Regen, Wiederverwendung, Autonomie

Auf der CES in Las Vegas 2026 sieht man flexible Bildschirme, Roboter aller Art und manchmal eine Idee, die ein echtes Bedürfnis des Alltags anspricht. Infinit’O gehört eindeutig zu dieser zweiten Kategorie. Das nordfranzösische Startup Groupe O präsentiert eine Lösung, die für ein ganz konkretes Ziel gedacht ist: den Menschen zu ermöglichen, in ihrem Zuhause autonom Wasser zu gewinnen, indem Regenwasser und „Hauswasser“ gesammelt und dann über ein patentiertes System regeneriert werden, um es für die meisten häuslichen Anwendungen wiederzuverwenden.

Das Konzept wird mit einer Formel zusammengefasst, die für alle verständlich ist: „Infinit’O, das ist die haushaltsinterne Batterie… für Wasser.“ Die Idee ist nicht, einfach einen Filter unter der Spüle hinzuzufügen, sondern einen fast geschlossenen Kreislauf zu schaffen, in dem Wasser nahezu endlos zirkuliert, mit minimalem Abfall.

Das Versprechen: ein virtuoser Kreislauf, in dem Wasser (fast) im Kreis zirkuliert

Der Kernbotschaft von Groupe O ist das Konzept des zirkulären Wassers auf Eigentumsebene. Konkret zielt Infinit’O darauf ab, Regenwasser zu sammeln, aber auch Wasser aus dem Alltag (Duschen, Bad, Waschmaschine, Spüle usw.) zurückzugewinnen, es dann zu regenerieren und wieder ins Zuhause einzuspeisen für verschiedene Anwendungen. Das erklärte Ziel ist doppelt: die Ressource zu bewahren und die Abhängigkeit vom Netz zu reduzieren, bis hin zu 100 % Wassereinsparung bei der Nutzung des Netzes (im Rahmen eines ausgestattetem Einfamilienhauses und unter Berücksichtigung der Bedingungen).

Dieser Ansatz der „lokalen Schleife“ zielt auch auf einen weiteren sehr greifbaren Vorteil ab: Resilienz. Wenn Wasser ein Thema wird (Einschränkungen, Dürre, Druck auf die Infrastruktur, abgelegene Standorte…), ist es ein Komfort… und eine Sicherheit, die wichtigsten Anwendungen weiterhin versorgen zu können.

A lire également:
Plaud schlägt stark beim CES 2026 zu: NotePin S (Taste + Hervorhebung) und Desktop ohne aufdringlichen Bot

Wie es funktioniert: Erfassung, Mikro-Speicherung, biologische Regeneration, Verteilung

Groupe O beschreibt Infinit’O als ein komplettes System, das darauf ausgelegt ist, „die Lebensdauer jedes Tropfens zu maximieren“ und „die klimatische Resilienz“ auf der Ebene des Eigentums zu stärken. Der angekündigte Betrieb folgt einem mehrstufigen Zyklus.

Zuerst wird das Wasser erfasst und dann in „Mikrozonen-Puffern“ gespeichert. Dieser Punkt ist interessant, da diese Zonen gemäß den Bedürfnissen, dem Klima und der Nutzung dimensioniert sind: Es wird deutlich, dass das System nicht als ein standardisiertes Blockgerät gedacht ist, sondern sich an das Profil des Haushalts und die lokalen Bedingungen anpassen muss.

Anschließend folgt die entscheidende Phase: die „natürliche“ biologische Regeneration, die im Herzen des Systems integriert ist und ohne Zugabe von Chemikalien erfolgt. Groupe O spricht von einer fortschrittlichen biomimetischen Technologie und einem patentierten System, um diese Regeneration zu ermöglichen.

Schließlich kann das behandelte Wasser (angekündigt als „Wasser der Qualität Klasse A+“) nach Bedarf verteilt und für verschiedene Anwendungen wiederverwendet werden, immer „in Übereinstimmung mit den geltenden lokalen Vorschriften“. Diese Erwähnung ist wichtig: Je nach Land (und manchmal Region) variieren die erlaubten Anwendungen für recyceltes Wasser stark, und ein solches System muss sich mit diesen Rahmenbedingungen auseinandersetzen.

Welche Anwendungen im Haus: vom Alltag… bis zum Garten und zum Pool

Der Hersteller gibt eine recht breite Idee von den anvisierten Anwendungen, was zeigt, dass es sich nicht um eine “Randnutzung” von Wasser handelt. Die genannten Beispiele umfassen Duschen, Bäder, Wäsche, die Spülung von Toiletten, die Bewässerung des Gartens oder des Gemüsegartens, die Reinigung im Freien (Terrasse, Wege, Werkzeuge), das Abspülen von Fahrzeugen oder Geräten sowie das Befüllen oder Nachfüllen von Pools.

Es sollte auch die Logik „sauber an die Natur zurückgeben“ beachtet werden. Die Argumentation endet nicht bei der Wiederverwendung: Sie betont, dass das Wasser nach der Behandlung ohne Auswirkungen an die Umwelt zurückgegeben werden kann, was das Produkt in eine umfassendere Perspektive der nachhaltigen Wasserbewirtschaftung einbettet.

Die angekündigten Verfahren: Sensoren, Biofiltration, UV-C und digitale Steuerung

Im technologischen Bereich erklärt Groupe O, dass Infinit’O mehrere Verfahren und Behandlungselemente kombiniert.

Das System integriert Mikro-Speicher, intelligente Sensoren, Biofiltration, eine UV-C-Behandlung sowie angekündigte energieeffiziente Pumpen. Die „digitale“ Steuerung des gesamten Systems wird als Mittel dargestellt, um Leistung, Kontrolle und Effizienz zu garantieren, was darauf hindeutet, dass eine recht feine Steuerung der verschiedenen Phasen des Zyklus möglich ist.

Eine Installation, die darauf ausgelegt ist, „unsichtbar“ zu bleiben, und ein bewusstes Design

Ein weiterer Punkt, der hervorgehoben wird: die Integration in das Zuhause. Groupe O betont eine „unsichtbare“ Außenansicht, ohne sichtbare Rohre und ohne visuellen Überfluss. Das Gerät ist mit einem schlichten Design und einem dezenten Touchscreen ausgestattet, der Zugriff auf die Modi und Statusinformationen bietet.

Was die Installation angeht, so ist Infinit’O für die Installation in einer Garage, einem Technikraum oder sogar im Freien unter einem Dach vorgesehen. Auch hier ist es ein wichtiger Punkt: Eine Lösung zur autarken Wasserversorgung muss sich in sehr unterschiedlichen Häusern einfügen, und die Flexibilität der Installation kann auf dem Markt den Unterschied ausmachen (besonders bei Renovierungsprojekten).

Für wen, und warum die CES ein Beschleuniger ist

Groupe O zielt ausdrücklich auf mehrere Profile ab: Einfamilienhäuser, isolierte oder netzferne Standorte, Regionen, die Dürre ausgesetzt sind, und breiter gefasst Gemeinschaften, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Das Unternehmen spricht von einem sehr großen potenziellen Markt, mit „mehr als 100 Millionen Haushalten, die unter Wasserstress leiden“, und möchte die CES nutzen, um Partnerschaften mit Investoren, Händlern und Fachpartnern einzugehen.

Die Botschaft ist auch sehr auf „Installateure“ ausgerichtet: Infinit’O wird als Gelegenheit für Zusatzverkäufe, zur Differenzierung im resilienten Wohnbau und als strategische Wahl präsentiert. Groupe O gibt an, bereits in Frankreich und Europa tätig zu sein und plant für 2026 Pilotprojekte im Ausland mit der Unterstützung von Partnern, Herstellern und Händlern.

Zeitplan und Unternehmen: ein französisches Startup, das industrialisieren möchte

Der Markteintritt ist für Ende 2026 angekündigt. Das ist ein Punkt, den man im Hinterkopf behalten sollte: Auf der CES handelt es sich immer noch um eine Präsentation und ein technologisches Versprechen, mit einem bevorstehenden Marktzeitplan.

Was das Unternehmen betrifft, so ist Groupe O ein französisches Unternehmen, das Ende 2024 gegründet wurde (nach dem Kauf von InphytO durch David Blangis). Die F&E ist in Aix-en-Provence angesiedelt, die industrielle Produktion in Caudry. Emmanuel Berthod (Experte für Biofiltration) trat 2025 als Geschäftsführer dem Unternehmen bei. Groupe O ist als Coq Vert zertifiziert, im Nausicaa-Inkubator, und hat sich den Clustern Aqua-Valley und Aquimer angeschlossen.

Warum Infinit’O Beachtung verdient

Im Bereich des vernetzten Wohnens wird viel über Energie, ein wenig über Sicherheit und noch zu wenig über Wasser gesprochen… obwohl es ein Thema ist, das schnell vor der Tür steht. Infinit’O positioniert sich als eine „System“-Lösung, die ehrgeizig ist, mit einer echten Logik der Autonomie und Zirkularität, und einem technischen Ansatz, der Biofiltration, UV-C, Sensoren und Steuerung miteinander verbindet.

Die entscheidende Frage ist jetzt die Umsetzung in der Realität: einfache Installation, Wartung, Kosten für die Ausstattung, Konformität je nach Land und (ja) Transparenz über die Leistungen je nach Nutzung. Wenn Groupe O das Versprechen hält, könnte dies vielleicht einen neuen „Jackpot“ im resilienten Wohnbereich darstellen… und es kommt nicht jeden Tag vor, dass eine CES-Innovation so direkt den Alltag betrifft.

Zur Information: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten, die keinerlei Auswirkungen auf das haben, was Sie selbst verdienen oder den Preis, den Sie für das Produkt zahlen können. Wenn Sie über diesen Link gehen, können Sie mir für die Arbeit danken, die ich jeden Tag in den Blog stecke, und helfen, die Kosten der Website zu decken (Hosting, Versandkosten für Wettbewerbe usw.). Es kostet Sie nichts, aber es hilft mir sehr! Vielen Dank also an alle, die mitspielen!

Was halten Sie von diesem Artikel? Hinterlassen Sie uns Ihre Kommentare! Bitte bleiben Sie höflich: Ein Hallo und ein Danke kosten nichts! Wir sind hier, um uns konstruktiv auszutauschen. Trolle werden gelöscht.

Hinterlasse einen Kommentar

fünf − 2 =

Maison et Domotique
Logo
Compare items
  • Casques Audio (0)
  • Sondes de Piscine Connectées (0)
  • Smartphones (0)
Compare